

Volles, kräftiges Haar steht für Gesundheit, Vitalität und Selbstbewusstsein. Umso belastender kann es sein, wenn die Haare dünner werden, der Haaransatz zurückgeht oder zunehmend Haare ausfallen.
Haarausfall betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Während Männer häufig unter der typischen erblich bedingten Glatzenbildung leiden, zeigt sich Haarverlust bei Frauen oft als diffuse Ausdünnung des gesamten Kopfhaares. Die Ursachen können vielfältig sein: genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen, Stress, Erkrankungen, Nährstoffmängel oder eine gestörte Kopfhautumgebung.
Moderne ästhetische Medizin verfolgt heute zunehmend regenerative Behandlungskonzepte. Ziel ist es nicht nur, Symptome zu behandeln, sondern die biologischen Prozesse der Haut und Haarfollikel gezielt zu unterstützen.
Eine besonders etablierte Methode ist die PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma) – eine Behandlung mit körpereigenen Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut.
In unserer Praxis in Münster kombinieren wir diese innovative Eigenbluttherapie mit einer professionellen Vorbereitung der Kopfhaut durch unser Kosmetikinstitut Medical Beauty by PCM mittels HydraFacial® Keravive sowie einer besonders präzisen Applikation des PRP mit moderner pneumatischer Dermatik®-Injektionstechnologie.
Unser Ziel ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept: Eine gesunde Kopfhaut, optimal vorbereitete Haarfollikel und eine präzise regenerative Therapie.
PRP steht für Platelet Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma.
Bei dieser Behandlung wird zunächst eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen. Dieses Blut wird anschließend mittels spezieller Zentrifugation aufbereitet. Dabei werden die Blutbestandteile getrennt und ein Plasma gewonnen, das eine besonders hohe Konzentration an Thrombozyten (Blutplättchen) enthält.
Diese Thrombozyten speichern zahlreiche natürliche Wachstumsfaktoren und Botenstoffe, die im Körper wichtige Aufgaben bei Reparatur- und Regenerationsprozessen übernehmen.
Zu den relevanten Wachstumsfaktoren zählen unter anderem:
PDGF (Platelet Derived Growth Factor)
unterstützt Zellwachstum und Geweberegeneration
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)
spielt eine wichtige Rolle bei der Neubildung und Verbesserung kleiner Blutgefäße
EGF (Epidermal Growth Factor)
unterstützt Zellneubildung
IGF (Insulin-like Growth Factor)
beteiligt an Wachstumsprozessen
TGF-β (Transforming Growth Factor Beta)
beeinflusst Reparatur- und Umbauprozesse des Gewebes
Nach der Aufbereitung wird das PRP gezielt in die Kopfhaut eingebracht, insbesondere in Bereiche mit geschwächten Haarfollikeln.
Jedes Haar durchläuft einen natürlichen Wachstumszyklus mit verschiedenen Phasen:
Anagenphase – Wachstumsphase
Das Haar wächst aktiv.
Katagenphase – Übergangsphase
Der Wachstumsprozess wird beendet.
Telogenphase – Ruhephase
Das Haar fällt aus und der Follikel bereitet sich auf einen neuen Zyklus vor.
Bei vielen Formen des Haarausfalls, insbesondere bei der androgenetischen Alopezie, verkürzt sich die Wachstumsphase. Die Haare werden feiner, wachsen langsamer und verlieren an Dichte.
Die in PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren können die Umgebung der Haarfollikel positiv beeinflussen. Ziel der Behandlung ist:
Unterstützung der Durchblutung der Kopfhaut
Verbesserung der Versorgung der Haarfollikel
Stimulation geschwächter Haarwurzeln
Verbesserung der Haarqualität
Verlängerung der aktiven Wachstumsphase
Wichtig ist: PRP kann keine vollständig zerstörten Haarfollikel neu entstehen lassen. Die besten Voraussetzungen bestehen bei Patienten, deren Haarfollikel noch vorhanden, aber geschwächt sind.
Eine PRP-Behandlung kann insbesondere sinnvoll sein bei:
Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarverlustes bei Männern und Frauen.
Typisch sind:
zurückweichender Haaransatz
Geheimratsecken
dünner werdendes Deckhaar
breiter werdender Scheitel
Hier verteilt sich der Haarverlust über die gesamte Kopfhaut.
Mögliche Ursachen können sein:
hormonelle Veränderungen
Stressbelastungen
Erkrankungen
Nährstoffdefizite
Veränderungen nach Schwangerschaft oder Wechseljahren
Auch ohne ausgeprägten Haarausfall kann PRP eingesetzt werden, wenn die Haarstruktur feiner geworden ist und mehr Volumen gewünscht wird.
PRP kann ergänzend nach einer Haartransplantation eingesetzt werden, um die Regeneration der Kopfhaut zu unterstützen und die Bedingungen für transplantierte Haarfollikel zu verbessern.
Haarverlust entwickelt sich meist schleichend. Viele Patienten warten lange, bevor sie professionelle Hilfe suchen.
Gerade bei beginnender Ausdünnung bestehen häufig noch aktive Haarfollikel, die durch regenerative Verfahren unterstützt werden können.
Eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht:
die genaue Ursache des Haarausfalls zu erkennen,
passende Behandlungsmöglichkeiten auszuwählen,
ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln.
Vor jeder PRP-Behandlung erfolgt deshalb eine ausführliche Beratung und Untersuchung.
Die wichtigste Meinung für eine Entscheidung ist die eigene.
Verschaffen sie sich bei einem persönlichen Beratungsgespräch selbst einen
Eindruck, denn es ist ihre Zufriedenheit, die zählt.